Mopszucht Wernerhof
Mopszucht Wernerhof

In meiner langjährigen Erfahrung als Hundebesitzer (22 Jahre) habe ich schon viele Ernährungsarten kennen gelernt und auch selber ausprobiert.  

 

Grundlegend unterscheidet man zwischen Trockenfutter und Nassfutter und seit einigen Jahren gehört nun auch das BARF (biologisch artgerechte rohe Fütterung) zu den gängigen Fütterungsarten.

 

Ich möchte versuchen neutral die Vor- und Nachteile jeder Fütterungsart darzustellen, so dass jeder für sich und seinen Hund die richtige Entscheidung treffen kann:

 

Trockenfutter

Es gibt ein Vielfalt von Herstellern und Sorten auf dem Markt.

 

Ich finde es für Neulinge nicht einfach, hier die richtige Wahl zu treffen.

 

Grundlegend sollte man sein Augenmerk auf die Zusammensetzung des Futters legen.

Hierbei ist erst mal der Rohproteingehalt (= Gesamtmenge aller pflanzlichen und tierischen Proteine) und der Rohfettgehalt (Summe aller im Futter enthaltenen Fette pflanzlich u. tierisch) von besonderer Bedeutung, den diese müssen auch zur Lebensweise, sowie Größe und Alter des Hundes passen.

 

Ein Welpe hat zum Beispiel einen höheren Energiebedarf als ein erwachsener Hund.

 

Ebenso gibt es auch Rasse- und Typ-spezifische Unterschiede.

 

Grundsätzlich kann man beim erwachsenen Mops sagen, dass der Rohproteingehalt im Idealfall

zwischen 22 u. 26% liegen sollte, bei normaler Bewegung.

 

Der Fettgehalt sollte nicht zu hoch sein hier reichen ca. 10% - 15%, da der Mops ein guter Futterverwerter ist.

 

Bei zu Übergewicht neigenden Hunden sollte man den Fettgehalt im Futter möglichst unter 10% halten.

Der prozentuale Anteil von Phosphor sollte 0,8 % und der von Kalzium 1,25 % nicht übersteigen.

 

Welpenfutter hat grundsätzlich einen höheren Proteingehalt als Futter für erwachsene Hunde.

 

Der Welpe benötigt für sein Wachstum auch einen höheren Anteil an Energie.

 

Ich rate grundsätzlich dazu nach einem 1/2 Jahr die Welpen bereits vom energiereichen Welpenfutter auf das energieärmere Erwachsenenfutter umzustellen.

 

Der Welpe macht in der 2. Hälfte seines ersten Lebensjahres einen erheblichen Wachstumschub, zu schnelles Wachsen durch zu viel Energie im Futter könnte die Knochen unnötig belasten.

 

Ein weiterer wichtiger Faktor beim Trockenfutter ist die Zugabe von Weizen oder anderen Getreiden.

Viele Hunde reagieren mittlerweile allergisch auf Weizen oder andere Getreidesorten.

Daher würde ich ein getreidefreies Futter jederzeit vorziehen.

 

Der Urahne unseres Hundes, der Wolf, hat sich ja auch nicht zu 80% von Getreide und ernährt.

 

Sie waren zu einem geringen Anteil auch Bestandteil seiner Nahrung, weil die Tiere die er gefressen hat, wiederum Pflanzenfresser waren, deren Mageninhalt logischerweise auch Getreide beinhaltet hat, aber nur zu einem geringen Anteil.

 

Ein Fleischgehalt von mind. 50% sollte also in ihrem Trockenfutter enthalten sein, idealerweise aus verschiedenen Fleischsorten zusammen gesetzt, den Rest sollten Gemüse, Kräuter, ungesättigte Fette, Vitamine u. Mineralien ausmachen.

 

Wichtig ist auch, dass dem Futter möglichst keine Konservierungsstoffe zugefügt werden, auch hier gibt es mittlerweile Unverträglichkeiten.

 

Es gibt allerdings wirklich gute Trockenfutterhersteller, die all diese Dinge mittlerweile beherzigen.

 

Wir können Ihnen empfehlen:  Vet-Concept www.wolfsblut.com

 

Diese Hersteller haben wir getestet und für gut befunden.

 

Das Trockenfutter kann man trocken oder auch eingeweicht anbieten. Hier scheiden sich die Geister.

 

Die einen schwören auf eingeweicht, was ich bei Großhunderassen persönlich auch für unumgänglich halte aufgrund der Magendrehungsproblematik.

 

Die anderen schwören auf trocken wegen des Zahnsteines, der sich durch das knacken der trockenen Krokette abnutzen soll.

 

Ich für mich kann das nicht bestätigen, da meine Hunde trotz Trockenfütterung bereits Zahnstein hatten.

 

Ich denke die Methode des Einweichens ist zeitintensiver, aber besser für den Hund, der durch das eingeweichte Futter mehr Wasser aufnimmt.

 

Das trockene Futter entzieht dem Körper Flüssigkeit die der Hund später wieder durch Wasser aufnehmen muss.

 

Das kann man gut beobachten, wenn man trockenes Futter füttert, wird der Hund kurz nach dem Fressen den Wassernapf aufsuchen und eine Menge Wasser trinken.

 

Beim eingeweichten Futter ist die Wasseraufnahme deutlich geringer. Ich glaube daher, dass es für den Organismus des Hundes besser ist, das Futter einzuweichen.

 

Nassfutter


Ist in der Regel Dosenfutter, auch hier ist die Vielzahl der Anbieter auf dem Markt enorm.

 

Das Nassfutter ist von der Handhabung her bestimmt die zeitsparenste Variante. Dose auf: Fertig.

 

Auch hier gibt es gute Hersteller zum Beispiel: Wolfsblut, Rinti und Animonda oder auch Terra Canis.

 

Auch hier gilt wie oben beschrieben, die Zusammensetzung ist wichtig nur, weil es fleischig aussieht, heißt es nicht, dass auch davon genug drin ist.

 

Häufig werden den Dosenfuttern auch Konservierungsstoffe zugefügt, z. B. Zucker, ein sehr häufiger Konservierungsstoff. 

 

Wie oben bereits erwähnt, sollte man auf Konservierungsstoffe und auf Getreide auch hier verzichten.

 

Der erhebliche Vorteil des Dosenfutters ist mit Sicherheit der ausreichende Feuchtigkeitsgehalt, so dass die Einweichzeit entfällt.

 

Der Nachteil am Dosenfutter ist die häufig schlechte Qualität und Zusammensetzung, sowie der Zusatz von Suchtstoffen in einigen Sorten.

 

Ein weiterer Nachteil ist der hohe Kostenfaktor.

 

BARF (biologisch artgerechte roh Fütterung)


Das "Barfen" begeistert zur Zeit viele Hundehalter, es ist vom Konzept her der Ernährung des Wolfes angeglichen und soll die natürlichste und artgerechteste Form der Hundeernährung darstellen.

 

Dabei wird rohes Fleisch mit geringen Anteilen von Kohlehydraten sowie Obst und Gemüse dem Hund als Mahlzeit serviert. Was man jedoch nicht vergessen darf und sollte, sind die vielen Nährstoffe, die man auch noch dazu geben muß, so gibt es eine Vielzahl von Zusatzstoffen (Vitamine, Mineralien, Öle) die auch wichtig sind um den Nahrungsplan perfekt zu ergänzen.

Auch die Abwechslung in der Fleischauswahl ist sehr wichtig, weil verschiedene Fleischsorten auch unterschiedliche Nährstoffe liefern.

So ist die Leber zum Beispiel ein sehr guter Vitamin A Lieferant.

 

Barfen ist sehr zeitaufwendig, teuer, und wahrlich nicht einfach, denn als Neuling, muß man sich erst mal auf die Suche nach der perfekten Zusammensetzung für seinen Liebling machen.

 

Doch Bücher wie "Katzen würden Mäuse kaufen" oder Hunde würden länger leben wenn..... weisen einem auf, das dies die beste und gesündeste Art und Weise sein soll seinen Hund zu ernähren.

 

 

Hinzu kommen wertvolle und lebenswichtig Öle und einig sinnvolle Nahrungsergänzugen.

 

So sieht ein Barf-Napf aus:

Fakt ist das Hunde barfen sehr schmackhaft finden und super gerne essen.

 

Es gibt mittlerweile ein großes Angebot an Online-Shops die Frostfleisch zum barfen verkaufen.

 

Leider ist häufig die Fleischqualität ein großes Problem.

 

Auch die Auswahl der richtigen Fleischsorte, Rind, Lamm, Hühnchen, Pferd, braucht ein großes Maß an angeeignetem Wissen und Feingefühl.

 

Wir können Ihnen folgenden Lieferanten empfehlen: www.das-tierhotel.de

 

Getreideflocken und Gemüseflocken gibt es von Lunderland bei www.futterfreund.de

 

Diverse Öle und Futterzusätze gibt es bei www.pernaturam.de

 

Diverse Studien von verschiedenen  Veterinärmedizinischen Fakultäten wie zum Beispiel der LMU-München und der Universität Hannover haben gezeigt, dass die Hälfte aller getesteten Rohfutterrationen Mangel– und oder Überversorgung von einzelnen Nährstoffen aufwiesen.

 

Auch die Gefahr der Infizierung mit verschiedenen Bakterien (z. B. Salmonellen u.a.), Protozoen (z. B. Toxoplasma-Erreger, Kokzidien, Giardien etc.) oder Würmern (Hundebandwurm, Spulwürmer, Pferdebandwurm...) ist nicht auszuschließen, und bei der Rohfleischfütterung ist das Risiko der Infizierung deutlich höher. Die ESCCAP empfiehlt, Hunde die gebarft werden monatlich zu entwurmen oder deren Kot untersuchen zu lassen. Da die Übertragung der Parasiten auf den Menschen durchaus ein Risiko darstellt.

 

 

Abschließend muß sich jeder selber ein Bild machen und die optimale Ernährungsart für seinen Hund finden.